Die Katze
Ich brauch, daß mein Haus gedeiht:
Eine Frau, vergnügt und gescheit,
Eine Katz, die auf Büchern sich rollte,
Und Freunde zu jeder Zeit,
Ohne die ich nicht leben wollte.
Nachdichtung: Lothar Klünner
Der Karpfen
In euren Teichen, euren Gräben:
Wie mögt ihr, Karpfen, lange leben!
Holt euch der Tod am Ende nie,
Geschöpfe der Melancholie?
Nachdichtung: Karl Krolow
© Suhrkamp Verlag, Berlin
Grafik von Raoul Dufy
Aus den Gedichten des in Rom geborenen Sohns einer polnischen Adligen, Guillaume Apollinaire, der zwei Jahre nach seiner 1916 im Weltkrieg erlittenen Kopfverletzung achtunddreißigjährig in Paris an der Spanischen Grippe starb, leuchtet eine Lebenslust, die alle Tragik überstrahlt. Scheugezäumt, doch voll Ungestüm nähert er sich der Angebeteten. Der Kontrast zwischen Schützengraben und Liebeslager, das Wissen um die Gestundetheit jedes Augenblicks, machte den Freund Picassos zu einem Dichter der Moderne, dessen Verse ein hochgemutes Daseinsgefühl erfüllt, das uns ungebrochen in seinen Bann zieht.
Auswahl von Richard Pietraß
ISBN: | 3-931329-94-1 | ||
EAN: | 9783931329945 | ||
Preis*: | 4,00 € | ||
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